Psychotherapie bei Kindern und Jugendlichen

 

Kinder und Jugendliche zeigen in herausfordernden Situationen ein breites Spektrum an Emotionen und Verhaltensweisen, welche aus ihrer Sicht erfolgreich sein mögen, ihnen aber tatsächlich für eine gesunde Entwicklung im Wege stehen. Vor allem Kinder kennen oft nur eine Strategie, schwierige Situationen zu meistern, da ihre Auswahl an hilfreichen Verhaltensmustern und Handlungsstrategien noch sehr klein ist. In der gemeinsamen Arbeit können sie neue Wege kennen lernen und ihr Spektrum weiter entwickeln. 

 

Jugendliche befinden sich in einer Phase mit besonders vielen Herausforderungen. Kommt es zu familiären, innerpsychischen oder zwischenmenschlichen Konflikten, so wird die Zusammenarbeit mit einer ausserfamiliären Fachperson oft als hilfreich erlebt.

Fokus der Therapie sind die Ressourcen des Jugendlichen. Es ist wichtig, dass sich die Jugendlichen ernst genommen fühlen, so dass sie offen erzählen und sich im therapeutischen Setting geschützt fühlen.

 

Therapien für Kinder und Jugendliche werden dem Alter entsprechend gestaltet. Während mit Jugendlichen meist das Gespräch gewählt wird, ist es bei Kindern das Spiel. Im Spiel können Situationen aufgebaut werden, welche in der Realität bedrohlich, bedrückend oder unerreichbar scheinen. Das Kind kann im Spiel das Geschehene steuern und verändern. Das Spiel wahrt Distanz, so dass Rücksicht auf die Sensibilität des Kindes genommen werden kann. Die Differenz, welche das Spiel zur Realität eröffnet, bietet einen Spielraum, in dem das Kind neue Erfahrungen machen kann. Ziel ist die Stärkung des Selbst, welches dem Kind ermöglicht, Herausforderungen in seinem Leben aus eigener Kraft zu bewältigen oder auf die Unterstützung von Bezugspersonen zurück zu greifen.

 

Wichtig für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen ist der Einbezug der Eltern oder nahen Bezugsperson, gegebenenfalls auch der von Lehrpersonen. Ziele und Vorgehensweisen werden gemeinsam vereinbart. So können Eltern ihre Kinder im Alltag unterstützen und auch für sich neue Ansätze finden und ausprobieren. 

 

Häufige Gründe für eine psychologische Begleitung: 

  • Regulationsstörung im Säuglings- und/oder Kindesalter (Schreien / Schlafen / Essen)
  • Ein- und Durchschlafprobleme, Alpträume
  • Bettnässen / Einkoten
  • Aggressives / verweigerndes Verhalten, Hyperaktivität, Impulsivität
  • Angst, Traurigkeit
  • Schüchternheit, Rückzug und Motivationsprobleme
  • Familiäre Belastungssituationen (Bsp. Trennung der Eltern)
  • Psychosomatische Symptome (Bsp. Schmerzen, Essstörungen)
  • Zwänge (Bsp. Zählzwang, Waschzwang, Kontrollzwang)
  • Entwicklungsübergänge (Geschwisterkind, Eintritt Kindergarten, Pubertät, Lehre)
  • Übermässiger Medienkonsum (Handy, Game, TV, Internet, Social Media)
  • Mobbing 
  • Traumatische Erlebnisse
  • Akute Krisensituationen
  • Umzug /Schulwechsel /Lehrabbruch
  • Selbstverletzendes Verhalten, Suizidalität
  • Substanzmissbrauch (Bsp. Alkohol, Nikotin, Cannabis, Medikamente)
  • Umgang mit einem (psychisch) kranken Elternteil
  • Tod / Krankheit von nahen Bezugspersonen oder Haustieren

 

Die Psychotherapie bei Kindern und Jugendlichen wird bei uns von Frau Barbara Schuler-Bachmann durchgeführt.